DIE RABENSCHWARZE SEITE

Sonntag, 14. August 2011

Erinnerungen eines französischen Adligen im 18.Jahrhundert

Nachhaltige Erziehungsmethoden
"Mit dreizehn Jahren führte man ihn dreimal die Woche in die Pariser Theater, um ihn für den Rest seines Lebens von übermäßigen Theaterbesuchen abzuhalten."

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Kirchenfürsten lebten nicht wie der Heilige Franziskus:

"Am 15. Oktober 1742 speiste Croÿ beim Kurfürsten von Köln, „an einem dieser kunstvollen Tische, die zum Wechsel der Gänge versenkt werden und in deren Mitte sich ein kleines Loch befindet, Postillon genannt, wo ein Papier parat liegt, worauf man schreibt, was man sich wünscht: Man muss der Vorrichtung nur einen leichten Stoß versetzen, sie senkt sich, und das Begehrte steigt alsbald herauf. Auf diese Weise speist man ohne Personal.“"

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Der französische König gehörte nicht zu den erstrangisten Monarchen Europas:

"Komplizierte Protokollfragen eröffneten sich, wenn ein höherrangiger Monarch wie Kaiser Joseph II. empfangen werden musste. Schon der Besuch normaler Könige, wie etwa der Christians VII. von Dänemark, bot gewisse Schwierigkeiten. Ludwig XV. reichte ihm die Hand, redete ihn mit Sire oder Eure Majestät an, was man noch nie erlebt hatte, und nur einmal nannte er ihn Monsieur, entschuldigte sich aber schnell: „Verzeihen Sie bitte, meistens bin ich hier der einzige König!“
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Auch das Ehebett war öffentlich:

"Der Herzog wird mehrfach Zeuge der Hochzeiten französischer Kronprinzen und der damit verbundenen Zeremonien: „Nachdem beide ins Bett geschlüpft waren, wurden die Vorhänge wieder geöffnet, und alle Anwesenden betrachteten das Paar eine Weile: ein arg peinsames Ritual, das alles Unbehagliche am Gepränge der Könige und Großen vor Augen führt.“