DIE RABENSCHWARZE SEITE

Freitag, 21. Januar 2011

Dienstag, 11. Januar 2011

Pech

'Dem Herrn Bürger sagte der Arbeiter Brietz, als überraschend ein heftiges Gewitter niederprasselte: der Baum, unter dem sie beide ständen, wäre auch wohl zu klein für zwei, und er könnnte sich wohl unter einen andern stellen. Der Herr Bürger, der ein stiller und bescheidener Mann ist, stellte sich wirklich unter einen andern: worauf der Baum und leider auch Brietz unmittelbar darauf vom Blitz getroffen und getötet ward.'

Dienstag, 4. Januar 2011

Seelennot


NZZ Folio (Schweiz), 03.01.2011

Bild zum ArtikelDas Thema dieser Ausgabe ist Seelennot. Die PsychiaterinBrigitte Woggon findet diesen Titel "bescheuert! Wenn einer ein Bein gebrochen hat, spricht man ja auch nicht von 'Beinnot'. Oder wenn einer an einer Blinddarmentzündung leidet, sagt man auch nicht, er habe 'Blinddarmnot'. Unser Gehirn ist ein Organ wie jedes andere auch, und eine psychische Störung hat mit der Seele gar nichts zu tun. Ich verwende deshalb den Begriff psychiatrische Erkrankung." Woggon arbeitet mit Psychopharmaka und erklärt im Interview, warum diese zu Unrecht einen schlechten Ruf haben.

London Review of Books (Großbritannien), 06.01.2011

Bild zum ArtikelMit Michel Foucault liest Eliot Weinberger die Memoiren vonGeorge W. Bush Jr., an denen manch einer mitgeschrieben hat, der "Autor" wohl eher nicht: "Wie es sich für einen postmodernen Text gehört, sind viele Passagen des Buches bloßes Pastiche von Momenten aus anderen Büchern, darunter auch Szenen, die Bush selbst gar nicht erlebt hat. Diese stammen aus den Memoiren von Mitgliedern der Bush-Regierung und journalistischen Berichten wie Bob Woodwards 'Plan of Attack' und 'Bush at War'. Um das Maß des Postmodernismus voll zu machen, gibt es Dialogstücke, die von Woodward geklaut sind, der wiederum berüchtigt dafür ist, Dialoge frei zu erfinden... Die Prosa erinnert an die Texte der aktuellen Po-Mo-Stars Tao Lin … und Kenneth Goldsmith, etwa des letzteren 'unkreatives Schreiben', beispielhaft verkörpert in seiner Mitschrift der täglichenRadiowetterberichte im Verlauf eines Jahres. Wie Foucault meinte: 'Das Schreiben der Gegenwart hat sich von der Frage des Ausdrucks befreit.'"

Samstag, 1. Januar 2011

 
Imagine (Am 9.Oktober wäre John Lennon 70 Jahre alt geworden)