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Dienstag, 27. April 2010

Heute darf man seinen Hund heiraten

Das Magazin (Schweiz), 24.04.2010

Bild zum Artikel"Grundsätzlich scheint mir, dass im Zusammenleben eine natürliche Selbstverständlichkeit verloren gegangen ist",meint der Psychoanalytiker Jürg Acklin in einem Interview über Pädophilie, Zölibat und die Veränderung der Sexualmoral seit 1968: "In Sachen Sexualität kommt mir die heutige Gesellschaft vor wie eine 4-Zimmer-Wohnung. In zwei Zimmern sitzen die Evangelikalen, in den anderen zwei wird ein Pornofilm gedreht. Oder anders gesagt: Heute darf man seinen Hund heiraten, aber keine Kinder streicheln. In dieser Situation kommt es immer wieder zu Überreaktionen, wo ein Säuberungsenthusiasmus entsteht. Im Verbietendürfen ist etwas Triebhaftes, und der Genuss liegt dann im Bestrafen."