DIE RABENSCHWARZE SEITE

Samstag, 31. Oktober 2009

Westerwelle auf Erfolgswelle..

Für Westerwelle sind die Stunden in Brüssel zwei Tage des Staunens. Immer wieder sagt er, wie beeindruckend alles sei, welch besonderes Glück er mit seinem Auftakt habe, wie herzlich er aufgenommen werde von allen. Er gibt sich ganz verblüfft, was für eine besondere Rolle Deutschland in der EU spiele. ...

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Guido Westerwelle haben ihren ersten gemeinsamen Arbeitstag bei Wein und Bier in Brüssel ausklingen lassen. Jetzt erst wirkt Westerwelle entspannt, das Sakko trägt er an einer Hand über der Schulter. „Spannend war's, wirklich beeindruckend“, sagt er. Frau Merkel sagt: „Och ja, es tut sich was.“

Die russische Seele

„….Aber nicht alle Kommunalki – (eine Kommunalka ist eine große, bürgerliche Wohnung der Zarenzeit, in der dann im Sowjetsystem mehrere Familien gleichzeitig untergebracht wurden)- in einem Haus wurden (nach Ende des Kommunismus) aufgelöst; in meinem Treppenaufgang zum Beispiel blieb eine Kommunalka bestehen. Darin lebten zwei Brüder um die dreißig, die beschlossen, den kapitalistischen Weg einzuschlagen. Sie machten einen Trinkwassergroßhandel auf. Dieses Geschäft warf allem Anschein nach Gewinn ab. Alle Stockwerke in unserem Aufgang waren mit Zehnliterplastikflaschen zugestellt, denn sie beiden Jungunternehmer hatten keine Lagerräume. Die Brüder veränderten sich: Sie trugen nur noch modische Kleidung und Schuhe, alles sehr schick und italienisch. Doch dann ging die russische Seele mit ihnen durch: Sie schwammen in Geld und begannen zu trinken - kein Wasser, versteht sich. Sie tranken und tranken; und einer der Brüder trank so viel, dass er starb. Der andere Bruder veranstaltete einen pompösen Leichenschmaus in der Kommunalka. Dabei - sein Bruder war eben erst unter die Erde gebracht – betrank er sich dermaßen- dass er ins Badezimmer verschwand und ebenfalls starb. In unserem Aufgang war es vorbei mit dem Trinkwasser-Kapitalismus. Weit und breit keine Plastikflaschen mehr....“ Viktor Jerofejew,

FAZ 30.10.09, S. 3

Freitag, 23. Oktober 2009

Sprüche aus Orchesterproben

Zwei Kostproben:

«Ein Dirigent während der Probe zu einem Hornisten: ‹Das habe ich wirklich schon besser gehört.› Antwort: ‹Aber nicht von mir.› –

Der mit dem Orchester unzufriedene Dirigent Otto Klemperer während einer Probe: ‹Das Schwarze sind die Noten. Das Weiße ist das Papier.›»

Freitag, 2. Oktober 2009

Mit Handy und Motorrad

Iqbal Qadir, ein in den USA lebender A-Banker aus Bangladesch, erzählt gerne die Geschichte eines Friseurs in Bangladesch, der sich die Miete für einen Laden nicht leisten konnte und stattdessen ein Handy und ein Motorrad erwarb. So konnte er telefonisch Termine vereinbaren und seine Kunden in ihrer Wohnung aufsuchen. Für die Kunden war das bequemer und er konnte auf diese Weise ein größeres Gebiet abdecken und außerdem mehr Geld verlangen."

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Neuer Zungenbrecher- beim Malen entstanden



Breite Blätter auf braunen Brettern
Breite blaue Blätter
auf breiten braunen Brettern.

Anekdote

Am ersten kühlen Herbsttag kommt das Kind mit der Mutter in die Schule. Das Kind hat zum ersten Mal wieder den warmen Anorak an und will ihn an die Garderobe hängen. Es geht nicht, weil der Aufhänger abgerissen ist. Die Mutter sagt vorwurfsvoll:"Warum sagst du mir das denn nicht?" Antwort des Kindes:"Das habe ich dir doch letztes Jahr schon gesagt!"