DIE RABENSCHWARZE SEITE

Freitag, 22. Mai 2009

Kalifornien


Endzeitstimmung im Labor des Liberalismus

(72)
Von Uwe Schmitt 21. Mai 2009, 08:49 Uhr

Wird Kalifornien zwangsversteigert? Bietet Arnold Schwarzenegger die Golden-Gate-Brücke auf Ebay feil? Leistet der Gouverneur Ende Juli den Offenbarungseid? Je bizarrer das Szenario, desto näher kommt man dem Erdbeben, das der achtgrößten Volkswirtschaft droht, wenn sie zahlungsunfähig wird.

Es ist unvergessen, dass der Hollywood-Actionstar sich 2003 gegen den Gouverneur Gray Davis an die Macht in Sacramento putschte, als er „gegen verrückte Defizitpolitik“ und die verfilzten Politiker eine Rückrufwahl durchsetzte.

Man hört noch seinen donnernden, österreichisch gefärbten Furor: „All they do is tax, tax, tax!“, das klang wie däx, däx, däx. Es müsse Schluss sein, rief er damals, mit den ewigen Steuererhöhungen, mit den fetten Lehrergehältern, die um ein Viertel über dem US-Durchschnitt lägen, ...


An den Maßstäben des Wahlkämpfers „Ahhhnold“ gemessen, ist Schwarzenegger gescheitert.


Viele Republikaner in Kalifornien hielten ihn immer für einen Ettikettenschwindler, genannt „Rino“: „Republican In Name Only“. Sie zischen: Wenn Schwarzenegger 2010 aus dem Amt scheide, werde ihn Präsident Obama zu umarmen wissen.