DIE RABENSCHWARZE SEITE

Freitag, 27. Februar 2009

9.November 1989

... Am 9. November dann saß Helmut Kohl mit seinen Beratern und westdeutschen Industrievertretern in der Bar des Hotels „Marriott“ in Warschau, während im Fernsehen die Bilder des Mauerfalls liefen. Die Wirtschaftsleute, so berichtete der CDU-Außenpolitiker Karl-Heinz Hornhues, hätten Kohl gedrängt, bei Egon Krenz in Ost-Berlin anzurufen und die Übernahme der DDR anzubieten.

Die erste, die zweite und die dritte Mätresse

Ludwig XIV., "Sonnenkönig" und mächtigster Herrscher seiner Zeit, besitzt mehrere Schlafzimmer: In einem kleidet er sich vor den Augen der Höflinge zum Aufstehen an und zum Schlafengehen aus. In einem anderen Schlafzimmer besucht er die Königin. Doch wenn die Höflinge nach der abendlichen Zeremonie den König verlassen haben, schleicht er sich in den benachbarten Flügel des Schlosses - und verbringt die Nacht im Bett seiner Mätresse.

Dort findet er mehr als ein erotisches Abenteuer: Verständnis und Vertrauen. Die erste Mätresse Ludwig XIV. 1661 ist Louise, eine schüchterne Amazone, die von moralischen Skrupeln geplagt wird. Ihre enge Freundin Madame de Montespan (1641-1707) ist der Ansicht, der König brauche eine ihm ebenbürtige Mätresse. Und damit meint sie sich selbst. Sie erobert das Herz des Königs mit Schönheit, Witz, guten Manieren und einer starken Persönlichkeit. Außerdem besitzt sie ein außergewöhnliches Talent zum Intrigieren.

In den 14 Jahren als Mätresse des Sonnenkönigs bringt die Montespan sieben Kinder zur Welt. Zur Erzieherin erwählt sie ihre Freundin Madame de Maintenon. Ausgerechnet diese verbündet sich mit der Königin und dem Klerus, um den König von seinem ehebrecherischen Lebenswandel abzubringen. Und ausgerechnet die scheinbar so sittenstrenge Maintenon wird nach dem Fall der Montespan die neue Mätresse des Königs - und bringt ihn sogar dazu, sie heimlich zu heiraten.

Kein Komma sitzt richtig

Artikel-Services

Littells „Wohlgesinnte“ in Amerika

Genial, pervers, grandios gescheitert

Von Jordan Mejias, New York

Die Debatte über seine “Wohlgesinnten“ wird jetzt auf Englisch geführt: Jonat...

Die Debatte über seine "Wohlgesinnten" wird jetzt auf Englisch geführt: Jonathan Littell

27. Februar 2009

Die Debatte verspricht nicht nur lebhaft, sondern grimmig und wütend zu werden. Jonathan Littells Buch „Die Wohlgesinnten“, soeben in Amerika in der Übersetzung von Charlotte Mandell unter dem Titel „The Kindly Ones“ erschienen, erhitzt die literarischen Gemüter bis zum Siedepunkt. Obgleich erst wenige Kritiken vorliegen, scheint die Meinungskluft unüberbrückbar. Ein vernichtendes Urteil fällt Michiko Kakutani, Literaturchefin der „New York Times“.

Auf den 983 Seiten kann sie nicht mal ein Komma finden, mit dem sie einverstanden wäre. ....

„Götter ohne Manieren“

Schwabs Albtraum

Im einundzwanzigsten Jahrhundert ein Gott zu sein ist wahrlich nicht einfach. Man muss sein eigenes Geld verdienen, hat die ganze Familie an der Hacke, und die Gaben, mit denen man seit Jahrtausenden brilliert hat, sind auch nicht mehr viel wert. Aphrodite, einst unwiderstehliche Göttin der Liebe, jobbt für ein Erotik-Callcenter, Artemis, Göttin der Jagd, führt Hunde im Hyde Park aus, und Apoll, Sonnengott und Sonnyboy, moderiert eine geistlose Fernsehshow – und hat die ärgerliche Marotte entwickelt, Frauen, die seinen Annäherungsversuchen nicht gleich entgegenkommen, in Bäume zu verwandeln. Göttervater Zeus hütet derweil missmutig das Bett und hofft, dass die Moderne sich eines Tages von selbst erledigt. .....

(Marie Phillips: „Götter ohne Manieren“. Roman. Aus dem Englischen von Sabine Herting. C. Bertelsmann Verlag, München 2008. 317 S., geb., 17,95 €.) fvl

Mittwoch, 25. Februar 2009

"Highlights"

Unter obiger Überschrift kündigt die ARD folgendes Video an:

König Kleinbürgerkindskopf

„Lear“ in Basel


Von Gerhard Stadelmaier, Graz

Hat's schwer, nimmt's leicht: Udo Samel als König Lear

Hat's schwer, nimmt's leicht: Udo Samel als König Lear


Auf dem Theaterzettel steht zwar „König Lear“ (von Shakespeare). Aber zu Beginn der vierstündigen Aufführung und bis zur Pause nach mehr als zwei Stunden im Schauspielhaus Graz hätte das Stück auch „Der Trompeter von Scherzingen“ heißen können.


die Schauspieler (machen) ...Gewichthebeübungen ... und einer Zuschauerin in Reihe zehn ihren muskelgestählten Bauch („Da fühl mal, alles hart und echt!“) aufdrängen.

Es inszeniert Peter Konwitschny, der als Opernregisseur den Ehrfurchtsweltruf hat, Werke des Musiktheaters „aufzubrechen“, so dass zum Beispiel in Operetten plötzlich der Erste Weltkrieg ausbricht, was sowohl den Weltkrieg als auch die Operetten erfrischend überrascht haben soll. ....

Es beginnt als elisabethanisches Kostümfest auf offener Bühne mit Pluderhosen, Topfhüten, Strumpfhosen, Puffärmeln, Steifmiedern, Zottelhaaren, Lords und Ladys. Man steht herum, plaudert, verbeugt oder knufft sich ein bisschen, bis ein hermelinverkleideter, kleiner, embompointweicher Bürger in der Blüte seiner Mittfünfzigerjahre, den man sofort als Bürovorstand, als Untersuchungsrichter oder als Wirt besetzen würde, aus der linken Seitenloge klettert, unaufhörlich in eine Trompete bläst, zwischendurch sich halbtot kichert und sich freut wie ein zu Streichen aufgelegtes altes Kind, dass die ganze Pluderhosenmeute zu seiner Doppelgängerpuppe auf einem Balkon im Bühnenhintergrund hinaufstarrt, der er über Mikrofon seine Stimme leiht: Er sei, haha!, trara!, König Lear, ein Greis, wanke dem Grab zu, verteile sein Reich unter seinen drei Töchtern, nachdem diese ihm aber zuvor erst sagen müssten, wie lieb sie ihn hätten, ..


in die Trompete stößt, als ejakuliere er geradezu seine diebisch infantile Freude; ebenso freilich, nachdem Cordelia, die jüngste, Liebe zu lügen sich weigert und verstoßen wird – mit einem Trompetenstoß.....


http://www.faz.net/s/Rub4D7EDEFA6BB3438E85981C05ED63D788/Doc~EEB8A6FFB601A4FCA9F1DE750E8B2A592~ATpl~Ecommon~Scontent.html



Nietzsches Kuh

Nietzsche als Historiker

Könnten wir sein wie das Rindvieh, dann hätten wir’s gut: Wir wären „kurz angebunden an den Pflock des Augenblickes“ und infolgedessen „weder schwermüthig noch überdrüssig“. Das Tier, mit dem Nietzsche seine „Zweite Unzeitgemäße Betrachtung: Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben“ beginnt, gehört zu den Wiederkäuern – wie wir Menschen auch, könnte man mit Nietzsche sagen: „Es gibt einen Grad von Schlaflosigkeit, von Wiederkäuen, von historischem Sinne, bei dem das Lebendige zu Schaden kommt und zuletzt zu Grunde geht, sei es nun ein Mensch oder ein Volk oder eine Kultur.“

Obwohl das Wiederkäuen zu ihren vorzüglichen Eigenschaften gehört, steht die Kuh bei Nietzsche glänzend da, sofern sie nämlich auch sehr vergesslich und, in diesem Sinne, ganz Gegenwart ist. „Der Mensch fragt wohl einmal das Tier: warum redest du mir nicht von deinem Glücke und siehst mich nur an? Das Tier will auch antworten und sagen, das kommt daher, dass ich immer gleich vergesse, was ich sagen wollte – da vergaß es aber auch schon diese Antwort und schwieg.“ Man könnte hier von einer Aporie, einer logisch bedingten Ausweglosigkeit, sprechen; die Frage ist nur, wer drinsteckt – die Kuh oder der Mensch?

Wie Vanillesoße auf Schokoladenpudding

Schelfeis ist zwar mit dem Festlandseis fest verbunden, schwimmt aber als Eisplatte auf dem Meer. Wie Vanillesoße auf Schokoladenpudding fließt diese Platte langsam vom Rand der Antarktis nordwärts – und mit der Vanillesoße treibt „Neumayer III“ 157 Meter pro Jahr.
Am Rand der Platte bricht das Eis .... (wie Butterkekse)

Bayrisch stirbt aus! Die Lederhose auch?

In Deutschland sind 13 Sprachen vom Aussterben bedroht. Nordfriesisch und Saterfriesisch zählen zu den am stärksten gefährdeten Sprachen.Aber auch Bayrisch, Alemannisch, Ostfränkisch, Niedersächsisch, Sorbisch und Jiddisch werden von immer weniger Menschen gesprochen. Dies geht aus dem Atlas
der gefährdeten Sprachen hervor...

Dienstag, 24. Februar 2009

Heinz Erhardt 100 Jahre

Oh wär’ ich /
der Kästner Erich! /
Auch wär’ ich gern /
Christian Morgenstern /
Und hätt’ ich nur einen Satz /
Von Ringelnatz! /
Doch nichts davon –
zu aller Not /
hab ich auch nichts von Busch
und Roth /
Drum bleib ich, wenn es mir
auch schwer ward /
nur der Heinz Erhardt
Erhardt zitiert


■ Besser eine Stumme
im Bett als eine Taube
auf dem Dach


■ Das Kind hängt
an der Mutter /
der Bauer an dem Land /
der Protestant an Luther /
das Ölbild an der Wand /
Der Weinberg hängt
voll Reben /
der Hund an Herrchens Blick /
der eine hängt am Leben /
der andere am Strick

Churchill verpasste die Katastrophe

Im Zweiten Weltkrieg nahm der Kampfverlauf
einmal eine fatale Wendung für die
Briten, nach einem riskanten Entschluss
der Alliierten. Aber Winston
Churchill war daran nicht beteiligt.
Er hatte zu Hause sein Telefon
nicht gehört.

Umweltkatastrophe

Gestern ist in Duisburg eine Fliege
verendet. Sie verfing sich im Ansaugschnorchel
eines Messgeräts,
klemmte fest, kam nicht vor noch
zurück und verschied dann irgendwann.
Vermutlich ist sie erfroren.
Ich weiß nicht, wie sich eine Stubenfliege
Mitte Februar bei Temperaturen
um den Gefrierpunkt in der
Luft halten kann. Aber so war es
wohl. Jedenfalls hat diese Fliege in
Duisburg einen Alarm ausgelöst,
und bis man sie im Ansaugschnorchel
entdeckte, fürchtete sich die
Stadt vor einer Umweltkatastrophe.

Montag, 23. Februar 2009

18.02.09 - Der "Föhrer" und die Pius-Brüder


aus: Extra3

Norddeutscher Rundfunk

Sonntag, 22. Februar 2009

Kommt ein Luftschiff geflogen...

Kommt ein Flieger geflogen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur


Von Bastian Sick

.....

Im Süden Brasiliens lebt eine kleine deutschsprachige Gemeinde, die noch heute einen Dialekt pflegt, wie er zum Zeitpunkt der Auswanderung im 19. Jahrhundert gesprochen wurde. Dieses sogenannte Hunsrück-Deutsch ist für andere Deutschsprechende kaum zu verstehen. Fern der Heimat waren die Hunsrück-Deutschen von der Entwicklung der deutschen Sprache abgeschnitten. So ging die Einführung des Wortes "Matratze" komplett an ihnen vorbei. Noch heute sagen sie "Strohsack". Und auch "Flugzeug" ist für sie ein abgehobener Modernismus, mit dem sie nicht viel anfangen können. Sie sagen stattdessen "Luftschiff". ..


Auf der Suche nach einer Lösung der Finanzprobleme



http://4.bp.blogspot.com/_C4FqNICXFI8/SQcWsLDKKlI/AAAAAAAABdo/DQLmONNLce4/s400/soluzione.jpg

Samstag, 21. Februar 2009

DAS MÜSSEN SIE GESEHEN HABEN - AUCH WENN SIE KEIN ENGLISCH VERSTEHEN::::

Im Ententeich - Redaktionsblog

Via 3quarksdaily. Helfen Beethovens Streichquartette beim Überleben? Hätten Höhlenmenschen Jane Austen lieben konnen? Oder haben Künstler einfach mehr Sex? Denis Dutton mit seinem Buch über die Kunst in der Evolution "The Art Instinct" bei Colbertnation:

epochal...

Frank Schirrmacher (FAZ) ... ist der einzige Journalist, bei dem jedes Mal eine neue Ära anbricht, wenn er einen Artikel schreibt...

Mittwoch, 11. Februar 2009

Darwin-Preis




„Unsere Preisträger lassen sich nicht von schnöden Warnschildern vor der natürlichen Auslese bewahren“, erklärte die Biologin Wendy Northcutt mit schwarzem Humor. „Gern haben wir zum Beispiel einen Preis verliehen an den zerstreuten Terroristen, der zu wenig Porto auf seine Briefbombe klebte und das zurückerhaltene Päckchen später selbst wieder öffnete."

Charles Darwin hat das Prinzip der natürlichen Auslese als Motor der Evolution erkannt: Die am besten an ihre Umwelt angepassten Individuen setzen sich durch und pflanzen sich fort, die anderen sterben aus. Die Gewinner des Darwin-Preises schaffen es, „sich auf derart blödsinnige Weise aus dem Genpool zu eliminieren, dass dadurch das langfristige Überleben der Art gesichert wird“, erklärt Northcutt in ihrem Buch „Die Darwin Awards“.

Als Molekularbiologin an der Stanford University in Kalifornien hatte sie 1994 eine Website geschaffen, auf der eine rasch wachsende Fangemeinde Kandidaten für den neuen Preis präsentierte. Inzwischen hat die Wissenschaftlerin ihr Steckenpferd zu ihrer Lebensaufgabe gemacht. Die Preisträger müssen erwachsen und voll zurechnungsfähig sein sowie durch eigenes Verschulden auf haarsträubend dumme Weise aus dem Genpool der Menschheit ausscheiden. Ein Idiot weniger!“ lautet das sarkastische Motto.


Für preiswürdig befunden wurde zum Beispiel ein Mann, der an Neujahr 1996 im Zoo von Kalkutta einem Tiger Blütengirlanden um den Hals hängen wollte. Dass er dem unwilligen Tier einen Tritt gab, besiegelte sein Schicksal. Geehrt wurde auch ein New Yorker, der sich eine 3,60 Meter lange Würgeschlange als Haustier hielt, aber zu füttern vergaß. Ein Dieb wollte 1999 in England auf der Suche nach wertvollem Altmetall ein dickes Kupferkabel mit einem Bolzenschneider zerlegen. Er übersah, dass es sich um eine Starkstromleitung mit 11.000 Volt handelte.


Die Fallschirmspringerin

Am falschen Ende sparte eine Fallschirmspringerin, die sich im Oktober 1999 im kalifornischen Yosemite-Nationalpark über alle Verbote hinwegsetzte und von einer 1.700 Meter hohen Granitwand sprang. Weil sie wusste, dass die Park-Ranger ihre Ausrüstung anschließend beschlagnahmen würden, lieh sie sich einen billigeren Ersatzschirm. Im Gegensatz zu ihrer eigenen Ausrüstung befand sich die Reißleine aber nicht auf dem Rücken, sondern am Bein. Die Zeit, sich mit dem neuen Schirm vertraut zu machen, hatte sich die Frau nicht genommen.

gfgfg


Sonnenfinsternis im Kopf

Den Preis zugesprochen bekam auch eine Berlinerin, die im Mai 2000 Fotos vom Stiertreiben im französischen Nimes machen wollte. Sie zog ein Absperrgitter weg und stellte sich mit der Kamera mitten auf die Straße, wo sie von sechs Stieren überrannt wurde. Ähnlich tollkühn zeigte sich ein 34-jähriger Amerikaner, der seinen Lastwagen in voller Fahrt reparieren wollte. Während sein Kollege das Steuer des Lkw auf dem Highway übernahm, kletterte er unter das Fahrzeug und suchte die Quelle eines seltsamen Geräuschs.

Im August 1999 wollte ein 42-jähriger Autofahrer die Sonnenfinsternis bei Kaiserslautern vom fahrenden Auto aus verfolgen. Um besser in die Sonne sehen zu können, setzte er sich noch eine Brille mit schwarz getönten Gläsern auf. Kurz darauf prallte er gegen einen Brückenpfeiler.


Falls Sie auch dabei sein wollen:

Weitere Informationen im Internet: http://www.DarwinAwards.com

Sonntag, 8. Februar 2009

Jetzt rede ich!

Jetzt rede ich! - Nachrichten debatte - WELT ONLINE

Jetzt rede ich!

7. Februar 2009, 20:00 Uhr
Bild 16 von 201
Foto: DDP

"Der Einzige, liebe Untertanen, der immer noch glaubt, Diplomatie funktioniere wie bei Speedy Gonzales, das ist der französische Präsident."

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) in Berlin in einer launigen Rede als scheidender Oldenburger Grünkohlkönig zur Langwierigkeit der internationalen Diplomatie mit Blick auf den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy.




Bild 1 von 8
Thaipusam
Foto: REUTERS

Extrempiercing in Singapur: Dieser Mann hat sich für das Thaipusam-Festival in Schale geschmissen.

"Futtern wie bei Luthern"

Das neue Kochbuch...
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Busfahrer

WELT vom 31.1.
Solche Mitarbeiter in öffentlichen Verkehrsmitteln,
wie sie Frau Spranz in ihrem Beitrag
„Meine Woche: Anstand und Gesetz“ beschreibt,
erlebe auch ich immer wieder. Ich
lebe seit vielen Jahren in Berlin und schäme
mich besonders dann für meine Stadt, wenn
die Opfer dieser schlecht gelaunten Busfahrer
ahnungslose Touristen sind.


Ein Beispiel: Am Berliner Flughafen Tegel
stieg eine ältere Dame mit ihrem schweren
Koffer in den Omnibus ein. Vorbildlich war
sie dem Hinweisschild nachgekommen, den
Fahrschein vor Fahrtantritt am Automaten
zu lösen. Nun musste er nur noch entwertet
werden. Sie grüßte freundlich „Guten Tag!“
(dem Akzent nach eine Touristin aus Osteuropa)
und hielt das Ticket dem Fahrer hin.
Der starrte zunächst unbeteiligt geradeaus.
Als der nachfolgende Fahrgast den Fahrer
darauf hinwies, dass die Dame auf ihn warte,
meinte der ironisch, für das Entwerten sei
doch „seine Sekretärin da hinten“ zuständig.
Die Touristin zwängte sich mit ihrem Koffer
durch den Gang und spähte umher. „Wer ist
das, die Sekretärin?“, fragte sie hilflos die
anderen Fahrgäste. Ein Herr stand auf und
zeigte ihr, dass man den Fahrschein in den
Entwerter stecken muss.

Samstag, 7. Februar 2009

Alltagspädagogik

Aus einem Internet Ratgeber:

(Sinnvoller wäre meiner Meinung nach, die Eltern würden einmal in sich gehen und bei sich nach den Ursachen für die kindliche Vergesslichkeit suchen:....)

Unser Sohn (10) vergisst ständig was in der Schule wie Mütze, Jacke, etc. An den Kosten beteiligen sinnvoll?

gefragt von warrenbuffetwarrenbuffet am 27.04.2007 um 15:43 Uhr

Wir haben den Verdacht, dass es ihm speziell auch deswegen egal ist, weil ja immer alles ersetzt wird von uns. Andererseits finden wir es relativ hart, ihm dafür das wenige Taschengeld abzuknöpfen. Was meint ihr? Alternative Erziehungsmethoden?




Weitere Fragen zu verwandten Themen finden Sie hier:

geld (10893)
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erziehung (1760)

Frage beantworten


critter
beantwortet von critter am 27. April 2007 15:58
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Beteiligen, nichts Neues kaufen ist sehr sinnvoll. Was auch noch zusätzlich hilft (falls es von der Entfernung und Zeit machbar ist): in die Schule zurückschicken und die Sachen holen! Der Hausmeister ist immer da zum Öffnen! Ich praktiziere das mit Nachhilfeschülern, die ständig was vergessen. Die laufen zweimal in die Schule, um die vergessenen Sachen zu holen - keines der Kinder brauchte ein drittes Mal zu laufen, weil ihnen das alles peinlich und sehr lästig war. Da die Hausaufgaben an diesen Tagen etwas zu kurz kamen, habe ich die Lehrer darüber verständigt, die es akzeptiert haben, weil sie ihre Pappenheimer kennen. Die Vergesslichkeit der Kinder ließ durch diese Sache alles in allem wesentlich nach!

Kommentar von Simple_avatar4smallfraurammstein1 am 27. April 2007 21:08

Habe ich mit meiner Tochter genau so gemacht. Sie vergisst nun schon lange nichts mehr;-))


Kolibri
beantwortet von Kolibri am 27. April 2007 16:19
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In der Grundschule hab ich meinen Sohn auch wieder zurückgeschickt, um die Sachen zu holen!

Jetzt geht das nicht mehr, da er auf einem Gymnasium ist und mit Bus und Bahn fahren muss.

An den Kosten hab ich ihn deswegen beteiligt, da ich den verdacht hatte, er ist einfach zu bequem, beim Hausmeister nachzuschauen! Und siehe da, mittlerweile vergißt er kaum noch was!! ;))


anonym
beantwortet von Lillibelle am 27. April 2007 15:46
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Vielleicht wäre es sinnvoller, einfach nichts neues mehr zu kaufen? Zumindest vorrübergehend nicht mehr, bis er vielleicht mal lernt, besser auf seine Sachen aufzupassen.


Tomorru
beantwortet von Tomorru am 27. April 2007 17:22
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Wenn die Kürzung des Taschengelds die wirklich einzige Möglichkeit darstellt ihm begreiflich zu machen, das er auf seine Sachen acht zu geben hat, so ist genau das sinnvoll. Allerdings könnte ich mir da auch noch andere Möglichkeiten vorstellen. Als erstes würde ich aber vorschlagen herauszufinden ob es sich wirklich um Vergesslichkeit handelt und woher sie dann kommt, oder ob es da noch weitere Gründe für gibt das die angesprochenen Sachen weg sind. Falls es die vermutete Schusseligkeit ist, gibts Möglichkeiten diese zu belegen und dementsprechend auch etwas dagegen zu tun. Falls die mittlerweile üblichen Wahrnehmungsstörungen der Grund sind, sollten diese möglichst schnell bearbeitet werden.

Wie cirtter schon sehr richtig erwähnt hat ist das Holen lassen immer ein sehr guter Therapeutischer Ansatz. Denn nur so lernen die Kinder was passiert wenn sie unachtsam sind. Vom Prinzip her ist es das gleiche wie das Anfassen einer heissen Hertplatte.


turbojoergi
beantwortet von turbojoergi am 27. April 2007 19:28
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Ich bin total überrascht von der Frage , aber auch den Antworten . Ist es denn tatsächlich so , das Dinge die an einem Tag vergessen werden am nächsten Tag nicht mehr da sind ? Was passiert mit den Sachen ? Werden die geklaut oder von der Schule oder vom Hausmeister verkauft oder verschenkt?





kiramarie
beantwortet von kiramarie am 27. April 2007 23:23
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Ich kenn das Problem auch von meinen Kindern.Zumindest in der Grundschule haben sie des öfteren mal was liegn lassen.Zurückschicken war keine allzu grosse Strafe für sie ,da die Schule gleich gegenüber liegt.Als sie auf die weiterführende Schule kamen,hab ich ihnen eingeschärft auf ihre Sachen zu achten u.nichts liegen zu lassen, ansonsten müssten sie die Dinge von ihrem Geld ersetzen. Von dem Tag an hiess es dann grundsätzlich "...wurde mir geklaut...als wir,was weiss ich,im Sportunterricht waren etc. Was macht man da?? DA ist man dann schon mit seinem Latein am Ende.Ich würd´s dann nicht übers Herz bringen, die Sachen vom Taschengeld ersetzen zu lassen.