DIE RABENSCHWARZE SEITE

Samstag, 24. Januar 2009

Gööttlich...

Was macht eigentlich Michael Jackson?



(Deutliche Hervorhebungen durch den Blogbetreiber)

19. Januar 2009, 03:02 Uhr

Der R&B-Sänger Akon hat zuletzt mit ihm musiziert und behauptet, nie einem vollkommeneren Menschen begegnet zu sein ...

DIE WELT:

Wie kam es eigentlich zur Zusammenarbeit mit Michael Jackson?

Akon:

Es war die großartigste Erfahrung meines Lebens: Mit dem Künstler zusammen zu arbeiten, der mich am meisten inspiriert hat. Er hat jeden beeinflusst, der nach ihm kam. Und dann war ich mit ihm zusammen und habe gesehen, wer er ist. Gespürt, wie er denkt. Er ist brillant, Mann! Er steht über allem.

Und wie kam es nun dazu?

Akon:

.... Ich weiß übrigens gar nicht, wie Michael zu dem schlimmen Image kam, dass ihm heute anhängt.

Er hat künstlerisch lange nichts mehr von sich hören lassen. Dafür durch jede Menge irritierender Aktivitäten. Nicht jeder möchte dem Künstler da noch so viel Respekt entgegenbringen wie Sie.

Akon:

Haben all jene mit ihm geredet? Waren sie ihm nahe? Michael war schon immer wie ein Geist. Du kannst ihn nicht berühren. Er wird beschützt. Niemand kommt wirklich an ihn heran. Ich denke, das macht viele Menschen misstrauisch. Er war so gewaltig in den Achtzigern, dass er nur noch verschwinden konnte. Jeder möchte ihn sehen, aber niemand kann es. Nur auf Bildern. Und Bilder lügen. Für viele meiner Generation ist er längst jenseits jeder Realität. Das will ich ändern.

Angeblich sind Sie beobachtet worden, als Sie mit Michael Jackson ein Kino in Amerika besuchten. Jackson habe dabei einen Schlafanzug getragen.

Akon:

Das ist Quatsch. Internet-Quatsch.


Wie haben Sie Michael Jacksons Musik in Ihrer Kindheit kennen gelernt. Durch "Thriller"?

Akon:

Aber sicher. Jeder hat Michael Jackson zur selben Zeit lieben gelernt. Als er "Beat It" gesungen und den Moonwalk getanzt hat. Jeder hat sich plötzlich so bewegt. Jeder wollte sein wie er. Seine Videos waren wie Kinofilme. Es war die Michaelmania. Bevor er sich in den späten Achtzigern davon gemacht hat.

In welchem Zustand ist er heute?

Akon:

Yeah. Er ist in einem unglaublichen Zustand. Er ist healthy as hell. Gesünder als wir alle. Ich war total geschockt. Wow. Könnte ihn die Menschheit nur so sehen. Ich habe nie zuvor einen so vollkommenen Menschen sehen dürfen. So bescheiden und bodenständig.

Aber er ist ein Freak.

Akon:

Oh, nein! Ganz und gar nicht. Nein, nein, nein. Das ist es ja: Er ist nicht verrückt oder seltsam. Er steht nur weit über allen anderen. Ich wünschte, mehr Menschen könnten ihn sehen wie ich ihn sehen durfte.

.... Er ist der Schöpfer. Niemals könnte er aufhören, kreativ zu sein.

......

Haben Sie eine Ahnung, warum Jacko ausgerechnet Akon mag?

Akon:

Wir haben viel gemeinsam. Den gleichen Hintergrund.

Welchen Hintergrund?

Akon:

Michael Jackson war in Afrika eine Art Gott. Ich stamme aus Afrika, Obama stammt aus Afrika. Das ist unsere Verbindung: Afrika. Heute bin ich dort so berühmt wie er. Wie Obama repräsentieren wir beide Kontinente. Wir alle drei haben so viel gemeinsam.

Nur, dass Michael Jackson nicht mehr schwarz ist.

Akon:

Das hat doch medizinische Gründe, keine kulturellen. Ich bitte Sie!

Sie könnten sich jetzt als Prinz des Pop fühlen.

Akon:

Wer es als Künstler ernst meint, möchte der größte Künstler aller Zeiten werden. Dafür bete ich. Allerdings möchte ich mich auch frei bewegen, unbehelligt ins Kino gehen können und eine normale Person sein dürfen. Ich bin frei.

Aber Michael Jackson ist nicht frei.

Akon:

Oh, er ist absolut frei! Mental jedenfalls. Physisch sicher nicht. Er kann eigentlich nirgendwo mehr hin. Er ist zu groß.

Das Interview führte Michael Pilz